E-Business
Mittels E-Business-Lösungen lassen sich Geschäftsprozesse effizienter gestalten. Was zwischen Partner-Unternehmen gilt, trifft auch für interne Abläufe jedes Unternehmens für sich zu. Über Kommunikationsnetze können Kollegen, Abteilungen oder Unternehmensteile zusammenarbeiten. Durchlaufzeiten von Informationen werden reduziert, Fehler (durch Medienbrüche) vermieden, räumlich getrennte Arbeitsteams können zusammenarbeiten. Selbst komplexe gemeinsame Aufgaben können auf diesem Weg in enger Abstimmung gelöst werden:
Intranet und Extranet sind Netze, die einem geschlossenen Kreis von bekannten Nutzern zum elektronischen Informationsaustausch zur Verfügung stehen. Sie können nur von solchen Personen genutzt werden, die dazu autorisiert sind. Dies unterscheidet sie vom Internet. Der geschlossene Kreis von bekannten und identifizierbaren Nutzern umfasst beim Intranet ausschließlich Mitarbeiter des Unternehmens oder der Organisation (z.B. auch Außendienstmitarbeiter). Beim Extranet gehören auch ausgewählte externe Nutzer wie feste Lieferanten und Stammkunden dazu. Firmen bieten z.B. ihren Partnern hier Zugriff auf das eigene Netz an, um etwa Bestellungen online zu erledigen, Produktinformationen anzuschauen oder den Lieferstatus abzufragen.
Der Informationsaustausch kann entweder direkt zwischen zwei oder mehreren Nutzern stattfinden, oder auch indirekt zwischen einem Nutzer und Informationsangeboten im Netz, in die er Informationen einspeist (Informationsanbieter) oder daraus abfragt (Informationsnachfrager). Intra- und Extranet arbeiten überwiegend mit den gleichen Technologien wie das Internet.
Vorteile
Vermeidung von Medienbrüchen
Elektronische Kommunikation kann ohne Medienbrüche abgewickelt werden. Beispielsweise kann der Arbeitsaufwand an einem Projekt für jeden Mitarbeiter direkt über ein elektronisches Formular erfasst werden. Dadurch kann die Verarbeitung und Aufbereitung von Informationen deutlich beschleunigt werden.
Räumliche Trennung verliert an Bedeutung
Durch den Einsatz von (kostengünstigen) Fernnetzen und gemeinsam darüber genutzter Software (Groupware) verlieren räumliche Entfernungen (z.B. von Filialen eines Unternehmens) zunehmend an Bedeutung. Neue Arbeitsmöglichkeiten entstehen: z.B. virtuelle Arbeitsteams, Telearbeit, Teleservice oder globales E-Business.
Keine zeitlichen Beschränkungen
Bestehende zeitliche Beschränkungen (z.B. Ladenschlusszeiten) werden außer Kraft gesetzt. Ein Beispiel: Unternehmen können Produkt-Hinweise zu jeder beliebigen Zeit an Kunden versenden. Diese wiederum können auf der Web-Site des Absenders genauere Informationen sofort abrufen.
Gruppen-Kommunikation wird verbessert
Intra- und Extranet ermöglichen eine sehr viel einfachere Ansprache von Gruppen. Mit einem Knopfdruck kann die selbe Nachricht an alle Adressen eines E-Mail-Verteilers verschickt werden. Auch durch eine Web-Site kann eine Information einfach sehr vielen Menschen gleichzeitig zugänglich gemacht werden. Ebenso können Gruppen leichter an einer gemeinsamen Kommunikation aktiv teilnehmen, beispielsweise in Diskussionsforen. Besondere Vorteile: Es entstehen keine Distributionskosten, Informationen sind immer aktuell, Fehler können leicht korrigiert werden, es können sogar Ton- oder Videosequenzen eingebunden werden.
Papierlosigkeit
Akten, Briefe oder andere Schriftstücke können, sofern rechtlich zulässig, ohne Papier verteilt und archiviert werden. Dies spart Kosten: zum einen für das Papier bzw. den Druck, zum anderen für den Versand.
Zentrale Datenhaltung
Durch die zentrale Datenhaltung können Informationen auch räumlich getrennten oder in einer anderen Abteilung arbeitenden Mitarbeitern gemeinsam zur Verfügung gestellt werden, z.B. durch zentrale Kunden- oder Projektdatenbanken. Vorteile: Vermeidung doppelter Datenspeicherung, die Daten können jederzeit aktuell und auf dem neuesten Stand gehalten werden.
Ungehinderter Datenaustausch
Durch die Verwendung gemeinsamer Konzepte und Standards, die auf der Internet-Technologie basieren, können immer mehr Netze und Softwareanwendungen Daten problemlos austauschen. Neuentwicklungen sind nicht mehr so stark von der Entwicklung einzelner Standards (z.B. EDI) abhängig und können deshalb mit großem Nachdruck vorangetrieben werden.



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