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Gründungen durch Hochschulabsolventen

Akademiker stellen fast ein Drittel aller Selbständigen. Sie sind vor allem in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie in den so genannten Life Sciences (z.B. Medizin, Biotechnologie, Umwelttechnik) aktiv.

Innovative Geschäftsideen

Viele innovative Unternehmen werden dabei direkt aus der Hochschule von Gründerteams aufgebaut. Typisch für Hochschulabsolventen sind auch so genannte Spin-off-Gründungen. Hier starten ehemalige Mitarbeiter aus Forschungseinrichtungen wie beispielsweise Universitäten ein eigenes Unternehmen. Sie optimieren eine an der Forschungseinrichtung entwickelte innovative Produktidee und verwerten sie kommerziell. Nicht selten entstehen die notwendigen Businesspläne im Rahmen von Wettbewerben.

Unterstützung durch Hochschulen

Das Interesse der Hochschulen und Fachhochschulen sowie der Studierenden am Thema „Existenzgründung“ hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Gründungsinitiativen, Seminare und Vorlesungen zum Thema „Existenzgründung“ sind immer häufiger in der Hochschullandschaft zu finden. Rund 25 Existenzgründungsprofessuren existieren bereits bzw. sind im Aufbau.

Typische Probleme

Existenzgründungen aus Hochschulen haben immer wieder mit typischen Problemen zu kämpfen:

• Großes Fachwissen - wenig kaufmännische Kenntnisse.Viele Hochschulabsolventen haben ein großes Fachwissen. Das allein reicht aber nicht aus, um als Existenzgründer erfolgreich zu sein. Kaufmännisches Wissen ist für den Bestand einer Existenzgründung genauso wichtig wie fachliches Know-how. Wichtig: Informations- und Qualifikationsdefizite gehören zu den häufigsten Pleiteursachen.

• Gute Gründungsidee - fehlende Marktkenntnisse. Viele Hochschulabsolventen gründen ein Unternehmen mit einer ganz besonderen Geschäftsidee - gerade technologieorientierte Gründer, die vielleicht sogar eine Erfindung gemacht haben. Ihnen fehlen allzu oft aber Kenntnisse darüber, welche Produkte oder Dienstleistungen am Markt bestehen können oder ob es Konkurrenten mit einem ähnlichen Angebot gibt.

Hoher Kapitalbedarf. Vor allem für ein technologieorientiertes Unternehmen benötigen Gründer viel Kapital. Besonders dann, wenn für eine Erfindung erst ein Prototyp erarbeitet werden muss, bevor das Produkt in Serie hergestellt werden kann. Mit einem passenden Finanzplan - der auch staatliche Fördermittel, Bürgschaften und Beteiligungskapital berücksichtigt - können hohe Forschungs-, Entwicklungs- und Investitionskosten gedeckt werden.

• Gute Geschäftsidee - kein Vertriebsnetz. Viele - vor allem technologieorientierte - Gründer haben eine exzellente Geschäftsidee. Sie vergessen darüber aber oft zu ermitteln, welche Kunden für ihr Angebot in Frage kommen und wie diese erreicht werden können. Wichtig: Ohne ein gutes Vertriebsnetz nützt das beste Produkt oder die beste Dienstleistung nichts. Knüpfen Sie Kontakte, etwa auf Messen, und informieren Sie sich auch über Vertriebswege.

Kooperationspartner

Gerade für technologieorientierte Gründungen benötigt man viel Kapital, das unternehmerische Risiko ist hoch, der Bedarf an Know-how ebenso. Hier mit einem oder mehreren Partnern zu arbeiten hat viele Vorteile:

• Ausgleich fachlicher bzw. kaufmännischer Defizite

• höheres Eigenkapital

• höherer Anteil an Geldern aus Förderprogrammen

• Risikostreuung

Technologie- und Gründerzentren, die sich häufig in der Nachbarschaft von Hochschulen angesiedelt haben, leisten gute Hilfestellung bei der Suche nach einem Kooperationspartner.

Netzwerke fördern Existenzgründer aus der Hochschule

Bei den fünf regionalen Netzwerken PUSH! aus der Region Stuttgart, KEIM e. V. aus der Region Karlsruhe, bizeps aus Wuppertal/Hagen, Dresden exists und GET UP aus Jena, Schmalkalden und Ilmenau handelt es sich um die Sieger des EXIST-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Aufgabe dieser Netzwerke ist es, mit Hilfe unterschiedlicher Aktivitäten, die Gründung von Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen zu fördern. Weitere Informationen unter www.exist.de


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