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Informationsangebote

Exportwilligen Unternehmen stehen insgesamt eine Vielzahl von Informationsmedien und Beratungsstellen zur Verfügung: staatliche oder halbstaatliche Stellen wie Verbände und Kammern genauso wie private Dienstleister. Hinzu kommt ein inzwischen sehr umfangreiches Angebot an gedruckten oder elektronischen Informationsmedien. Deshalb stellt sich export- oder importwilligen Unternehmern selten das Problem, überhaupt Informationen zu finden, sondern aus dem Überangebot an Informationen die für das eigene Geschäft wichtigen Daten und Fakten herauszufiltern und zu gewichten.

Internet

Ein wesentliches Informationsmedium bei der individuellen Recherche bildet das Internet. Über das weltweite Datennetz sind nicht nur die wichtigsten, oben beschriebenen Informationsstellen kontaktierbar. Das Internet bietet darüber hinaus eine unerschöpfliche Fülle an Informationen über Märkte, Wettbewerber oder Perspektiven. Darüber haben viele Branchenverbände elektronische, weltweite Kooperationsbörsen eingerichtet, über die man ganz einfach Zulieferer finden kann oder auch die eigenen Angebote platzieren kann, um selbst Kooperationspartner zu finden.

Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai)
Mit umfassenden Informationen über mehr als 150 Länder erleichtert die bfai deutschen Unternehmen den Weg ins Auslandsgeschäft. Die bfai gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit. Ihr kostenpflichtiges Angebot reicht von Kontaktanschriften, Wirtschaftsdaten, Projekt-, Rechts- und Zollinformationen bis hin zu geschäftspraktischen Tipps und Marktanalysen.
Adresse: Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai)
Agrippastr. 87-93,
50676 Köln
Tel.: 0221/2057-222
Fax: 0221/2057-212
E-Mail: presseinfo@bfai.com Internet: www.bfai.com;

Kammern und Verbände

Als Dachorganisation der 82 Industrie- und Handelskammern (IHKn) vertritt der DIHK die wirtschaftspolitischen Interessen von bundesweit rund 3,5 Millionen Mitgliedsunternehmen, die zwei Drittel des Sozialprodukts der Bundesrepublik erwirtschaften. Der DIHK als einer der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft artikuliert gemeinsam mit den IHKn das Gesamtinteresse der Wirtschaft gegenüber der Politik und Öffentlichkeit auf Bundes- und Europaebene. In dieser Eigenschaft nimmt er schwerpunktmäßig folgende Aufgaben war:

  • Erstellung von Informationen über Wirtschaftslage und wirtschaftspolitische Entwicklungen in Kooperation mit den IHKn.
  • Regelmäßige Konjunkturumfragen bei den Auslandshandelskammern (AHKn) und Weitergabe von Informationen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Partnerländern.
  • Zusammenführung von Unternehmen aus Industrie und Handel aus allen Regionen der Welt.
  • Gestaltende Einflussnahme auf Grundsatzfragen im Bereich der Exportfinanzierung und Exportkreditfinanzierung.
  • Erarbeitung von Konzepten für die ausländische Messebeteiligung deutscher Unternehmen.
  • Vermittlung von Kontakten zwischen deutschen und ausländischen Firmen.
Darüber hinaus hat der DIHK die Federführung für die Arbeitsgemeinschaft Außenwirtschaft der deutschen Wirtschaft. Er ist außerdem mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und den für die einzelnen Regionen zuständigen Ländervereinen eine der Trägerorganisationen des Asien-Pazifik-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (APA), des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, der Nah- und Mittelost-Initiative der Deutschen Wirtschaft (NMI), der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI) und der Initiative Südliches Afrika der Deutschen Wirtschaft (SAFRI).

Die AHK - Partner im Ausland

Ansprechpartner der Unternehmen sind vor Ort im Ausland die 80 Auslandshandelskammern, die Delegierten und Repräsentanzen der Deutschen Wirtschaft (AHKn), die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit finanziell unterstützt werden. Die über 1000 Mitarbeiter leisten - gegen Entgelt - Hilfestellung z. B. bei der Anbahnung von Geschäftskontakten, beraten bei Investitionen und vermitteln Kontakte bei Behörden und Organisationen.
Verzeichnis der AHKn:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
Tel.: 030/ 20308-2411
Fax: 030/20308-1000
Internet: www.ahk.de mit Links zu den Seiten jeder AHK.

Amtliche Vertretungen

Hilfe erhalten Exportwillige auch von den Wirtschaftsabteilungen der Botschaften und Generalkonsulate. Überall dort, wo keine Auslandshandelskammern oder Repräsentanzen bestehen, beraten sie beispielsweise bei Ausschreibungen öffentlicher Institutionen, stellen Kontakte zu amtlichen Stellen des Gastlandes her und unterstützen die Unternehmen bei ihren Anliegen.

Anschriften enthält die Publikation

„Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland“, Hrsg. Auswärtiges Amt, Bestellung über Bundesanzeiger Verlag, Tel.: 0221/976680, Fax: 0221/9766200.

Deutsche Industrie- und Handelszentren (Deutsche Häuser) (DIHZ).

Sie bündeln Informations- und Beratungsmöglichkeiten des Bundes und der Länder unter einem gemeinsamen Dach. Information bei:
Koordinierungsausschuss, Fax: 0711/2005-410;
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V., Fax: 069/6603-1664, Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Fax: 0711/123-2474, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Fax: 030/2014-5551.

Bundesverband des Deutschen Exporthandels (BDEx)

Es handelt sich um einen Zusammenschluss von Exporthandelsunternehmen die Firmen ohne Kenntnisse des Auslandmarktes die Möglichkeit geben, ihre Produkte ins Ausland zu vertreiben, ohne selbst im Ausland auftreten zu müssen. Der Exporteur kümmert sich um alle Probleme, im Zusammenhang mit der Ausfuhr. Als Nachteil ergibt sich, dass die Firmen kaum Einfluss auf die Vertriebsintensität ihrer Produkte im Ausland haben. Bundesverband des deutschen Exporthandels e.V. (BDEx)
Am Weidendamm 1a
10117 Berlin
Tel: 030/7262-5790, Fax: 030/7262-5799 oder
Internet: www.bdex.de

Kooperationsbüro der Deutschen Wirtschaft

Für Unternehmen in den neuen, aber auch in den alten Bundesländern, die in Länder der GUS und des mittel- und osteuropäischen Raumes exportieren möchten, leistet das Kooperationsbüro der Deutschen Wirtschaft Hilfestellung. Es vermittelt z. B. Firmenkontakte durch gezielte Recherchen in der hausinternen Kooperationsbörse und externen Datenbanken.
Adresse: Kooperationsbüro der Deutschen Wirtschaft
11052 Berlin
Tel.: 030/203084-703/-4
Fax: 030/203084-700
Internet: www.ost-ausschuss.de

Präsenz bei Auslandsmessen

Eine besondere Möglichkeit, fremde Märkte kennen zu lernen, ist die Teilnahme an internationalen Messen und Ausstellungen. Fachauskünfte geben die Wirtschaftsverbände und der Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA). Die Beteiligung an internationalen Messen und Ausstellungen kann aus öffentlichen Mitteln gefördert werden. Adresse:
AUMA
Littenstraße 9
10179 Berlin
Postfach: 021 281
10124 Berlin
Tel.: 030/24000-0
Fax: 030/24000-263
Internet: www.auma.de.

Außenwirtschaftsportal iXPOS

iXPOS bietet alle Serviceangebote und Dienstleistungen zur Förderung von Export und Außenhandel zugunsten der Auslandsgeschäfte der deutschen Wirtschaft, die von Ministerien, Kammern, Ländervereinen und Verbänden angeboten werden: www.ixpos.de

EU-Beratungsstellen

Besonders wichtig für deutsche Unternehmen ist der europäische Raum. Denn trotz aller weltweiten Verflechtung wird der überwiegende Teil des deutschen Außenhandels immer noch mit Staaten der Europäischen Union getätigt. Deshalb sind insbesondere die EU-Beratungsstellen in den Grenzregionen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Dänemark wichtige Anlaufstellen, um den Export und den Import zu forcieren. Hinzu kommen allein in der Bundesrepublik mehr als 30 so genannte Euro Info Centren, in denen die EU Auskunft über rechtliche, wirtschaftliche, soziale oder technische Fragen in den Mitgliedsländern gibt. Dort sind beispielsweise Gesetze und Verordnungen aus den anderen EU-Ländern einzusehen. Gleiches gilt für Ausschreibungen in anderen EU-Staaten. In den Euro Info Centren finden regelmäßig Kooperationsbörsen und kleinere Messen oder Ausstellungen statt, um den grenznahen Handel zu verbessern.

Weitere Informationsquellen

Messekataloge sind eine interessante und sehr aktuelle Zusammenstellung von Firmenadressen, die einen Überblick über das Angebot am Markt, die Konkurrenzdichte oder mögliche Geschäftspartner geben können.

Der Besuch internationaler Messen in Deutschland, ist eine preiswerte und einfach zu realisierende Möglichkeit, sich ein Bild über den internationalen Markt zu verschaffen und eventuell erste Kontakte zu knüpfen.


© 2003 Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit


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